Tipps zur Tourenplanung

Grundsätzlich gilt: Nicht einfach drauf los fahren! Diese einfachen Regeln machen das Mountainbiking angenehmer und sicherer:

  • Gute Planung: Die Route sollte vorher auf einer geeigneten Karte (am besten Maßstab 1:50.000) geplant und der aktuellen Fitness angepasst werden. Bei Gruppen ist es der langsamste Teilnehmer, der Steckenlänge und Tempo vorgibt.
  • Vorher sollten Informationen über das aktuelle Wetter eingeholt werden; m Gebirge ist es vor allem im Frühjahr und Herbst oft wesentlich kühler als im Flachland. Bei der Kleidung gilt das „Zwiebelprinzip“ mit mehreren Lagen.
  • Bei Touren im Herbst bedenken Sie, wie früh die Dämmerung einsetzt! In den Rucksack gehören dann für den Notfall Batterieleuchten für vorn und hinten sowie reflektierende Kleidung.
  • GANZ WICHTIG: Wenn Sie allein auf Tour gehen, sagen Sie immer jemandem Bescheid, wo Sie hinfahren wollen - und machen Sie einen Zeitpunkt aus, wann Sie wieder zurück sind.

Fair, vorsichtig, sicher...

Viele Menschen möchten die Kultur- und Naturlandschaft im Harz mit Nationalpark, Naturpark und UNESCO-Welterbe-Stätten für Erholung, Kulturerlebnis oder Sport nutzen. Ein freundliches und faires Miteinander sollte da ganz selbstverständlich sein, auch wenn ein Weg zu schmal, eine Brücke zu eng oder ein Trail zu steil ist. Als Mountainbiker sind Sie nicht allein unterwegs - auch Wandergruppen, Jogger, Nordic Walkerinnen, Skiroller, Skaterinnen und andere Outdoor-Sportbegeisterte lieben die Landschaft. Bleiben Sie deshalb unterwegs bei Begegnungen mit anderen, die auch in der Natur unterwegs sind, immer freundlich, fair und vorsichtig! Alle lieben die Natur und wollen unbeschwert ihre Freude haben, gerade, wenn es einmal eng wird. Nur so können wir den Natur- und Kulturraum für die nachkommenden Generationen erhalten.

Auch Sicherheit für Mountainbiker wird im Harz groß geschrieben. Sie können viel dazu beitragen, indem Sie selbst Wert auf Ihre Ausrüstung und die richtige Kleidung legen. Halten Sie Ihr Bike immer unter Kontrolle - schon hinter der nächsten Kurve kann Ihnen unerwartet ein Hindernis begegnen! Für den Fall, dass dennoch etwas passiert, gibt es im Harz ein umfangreiches Netz von forstlichen Notfallpunkten. So können Sie sich darauf verlassen, dass Rettungskräfte schnell zu Ihnen finden.

Harzer MTB-Regeln

Wege-Regeln der DIMB e.V.
Deutsche Initiative Mountain Bike

Kurze Version
Fahre nur auf Wegen!
Hinterlasse keine Spuren!
Halte dein Bike unter Kontrolle!
Nimm Rücksicht auf andere Menschen und Tiere!
Plane im Voraus!

Langversion
Fahren Sie nur auf Wegen und ausgewiesenen Trails!

Auf den Harzer Mountainbike-Strecken fahren Sie auf eigene Gefahr. Die Weg-Nutzung ist nur bei Schneelage unter 10 cm erlaubt, im Nationalpark nur in der schneefreien Zeit. Fahren Sie nie querfeldein – damit schädigen Sie die Natur und bringen sich selbst in Gefahr! Respektieren Sie Wegsperrungen durch Forstwirtschaft, Viehtrieb oder Naturschutz - sie zu missachten ist eine Ordnungswidrigkeit.

Hinterlassen Sie keine Spuren !

Nicht jeder Weg verträgt jedes Bremsmanöver - stellen Sie Ihre Fahrweise auf den Untergrund und die Wegbeschaffenheit ein. Bremsen Sie nur in Notsituationen mit blockierenden Rädern, denn das begünstigt die Bodenerosion und verursacht Wegschäden. Hinterlassen Sie keinen Müll!

Schonen und schützen Sie Natur und Umwelt !

Verlassen Sie rechtzeitig zur Dämmerung den Wald, um Tiere bei der Nahrungsaufnahme nicht zu stören. Im Nationalpark hat die Natur absoluten Vorrang - wichtigstes Ziel ist hier die eines ungestörten Ablaufs natürlicher Prozesse.

Üben Sie Rücksichtnahme !

Nehmen Sie Rücksicht auf andere Erholungssuchende - räumen Sie Wanderern den gesetzlichen Vorrang ein. Kündigen Sie sich frühzeitig an! Vermindern Sie Ihre Geschwindigkeit beim Passieren auf Schritttempo oder halten Sie an. Bedenken Sie, dass andere Wegenutzer Sie zu spät wahrnehmen können. Fahren Sie möglichst nur in kleinen Gruppen.

Halten Sie Ihr Mountainbike unter Kontrolle !

Unachtsamkeit nur für wenige Sekunden kann einen Unfall verursachen. Passen Sie Ihre Geschwindigkeit der Situation an! In unübersichtlichen Passagen können jederzeit Fußgänger, Hindernisse oder andere Biker auftauchen. Sie müssen in Sichtweite immer anhalten können! Forstwege sind nur für eine Geschwindigkeit von 30 km pro Stunde ausgelegt, die Sie auch bergab nicht überschritten dürfen!

Planen Sie im Voraus !

Prüfen Sie Ihre Ausrüstung vor Tourenbeginn. Schätzen Sie Ihre Fähigkeiten richtig ein und wählen eine entsprechende Tour. Schlechtes Wetter oder eine Panne können Ihre Tour deutlich verlängern. Denken Sie an Werkzeug, Proviant und ein Erste-Hilfe-Set. Tragen Sie immer einen Helm - er schützt, ist aber keine Lebensversicherung.

 

Diese Harzer Mountainbikeregeln basieren auf den DIMB Trailrules. Der DIMB - Deutsche Initiative Mountain Bike e.V.- macht sich mit über 35.000 Mitgliedern stark für einen umweltverträglichen Mountainbike-Sport und die Interessenvertretung von Mountainbikerinnen und Mountainbikern. Zu diesem Zweck setzt er sich auch für die Beachtung von Wege-Regeln ein, die ein vernünftiges und friedliches Miteinander garantieren.

Wichtig: Das muss mit!

Getränke: Auf jeden Fall ausreichend Flüssigkeit mitnehmen!
Tagesrucksack: Am besten ein Rucksack mit mindestens 12 Litern Stauraum und mehreren Fächern; eventuell mit einer Aufnahme für Trinksysteme und Regenhülle
Proviant: Bananen, Müsliriegel und andere kohlehydratreiche Nahrungsmitteln sind am besten geeignet. Für den Notfall: Traubenzucker
Kartenmaterial (1:50.000): Auch wenn die Routen beschildert sind - eine Karte sollten Sie dabei haben. Es können immer Schilder fehlen!
Werkzeug: Multitool für kleinere Reparaturen, Luftpumpe und Ersatzschlauch, Kettennieter und passendes Kettenschloss, Flickzeug
Erste Hilfe Pack: Stürze und Schürfwunden lassen sich nicht immer vermeiden!
Mobiltelefon: Auch wenn es nicht überall Empfang gibt – im Notfall können Sie Hilfe anfordern
Lampen und Reflektoren: Sehen und gesehen werden! Auch wenn sie nicht zur Standardausrüstung von Mountainbikes gehören: im Herbst und Winter sind Batterieleuchten für vorn und hinten sowie reflektierende Kleidung unerlässlich.

Tipps zur Bekleidung

Das Allerwichtigste: HELM AUF! Mountainbiking geht nicht ohne!
Radhose: Mit gutem Polster gibt es sie inzwischen auch als legere Shorts, aber die Kleidung sollte dennoch nicht zu weit sein.
Trikots: Funktionsfasertrikots gewährleisten unterwegs durch ihre gute Atmungsaktivität ein angenehmes Tragegefühl.
Handschuhe: Mit langen Fingern schützen sie die Fingerkuppen auch bei einem Sturz!
Schuhe: Radschuhe auf jeden Fall feste Schuhe! Auch die Sohle sollte fest sein und im Idealfall eine Systembindung für Sicherheitspedale haben. Das verbessert die Kraftübertragung und gewährleistet einen festen Stand auf dem Pedal.
Radbrille: Empfehlenswert zum Schutz vor Insekten, Fahrtwind und Steinen.
Regenjacke und bei Bedarf Regenhose (atmungsaktiv): Passen Sie ihre Kleidung immer der Witterung an! Es gibt auch Windjacken und Westen, Winterschuhe u.v.m.